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Mikroinvasive Therapien bei Zysten der Schilddrüse

Wenn eine Schilddrüsenzyste Beschwerden verursacht oder immer wieder erneut auftritt, muss sie nicht gleich operativ entfernt werden. Meistens geht es auch sanfter: Die Alkoholverödung (Ethanolablation) ist ein bewährtes mikroinvasives Verfahren, das gezielt und vor allem dauerhaft Abhilfe schaffen kann.

Das Wichtigste auf einen Blick!

  • Schilddrüsenzysten nennt man mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume im Gewebe der Schilddrüse; sie sind meist gutartig und werden bei den meisten Patienten zufällig entdeckt.
  • Sie entstehen durch Umbauprozesse in bereits bestehenden Schilddrüsenknoten oder durch kleine Einblutungen, etwa infolge traumatischer Verletzungen.
  • Die meisten Zysten verursachen keine Beschwerden und müssen nicht behandelt werden.
  • Grössere Schilddrüsenzysten können jedoch Druckgefühl, Schluckbeschwerden und/oder eine sichtbare, kosmetisch störende Schwellung verursachen.
  • Für die Diagnose reicht bereits eine sonographische Untersuchung (Ultraschall) aus, in der sie sich leicht von den festeren Knoten unterscheiden lassen.
  • In der Regel sind keine weiteren bildgebenden Verfahren oder eine Szintigraphie notwendig.
  • Punktionen mit Entfernung von Flüssigkeit helfen kurzfristig, aber die Zysten füllen sich schnell wieder.
  • Bei solchem wiederholten Auftreten war früher häufig eine Operation nötig.
  • Heute gibt es mit der Alkoholverödung eine einfache und schonende Alternative.
  • Ziel der Ethanolablation ist es, die Zyste gezielt auszutrocknen, die Beschwerden zu mildern und die Schilddrüse zu erhalten.

Alkoholverödung: Schonende Austrocknung von Schilddrüsenzysten

Dabei wird die Zyste unter bildgebender Kontrolle mit Ultraschall zunächst punktiert und entleert. Anschliessend injiziert der Arzt hochprozentigen medizinischen Alkohol (Ethanol), der die Zystenwand verödet. So lässt sich verhindern, dass sich die Zyste erneut mit Flüssigkeit füllt.

Geeignet bei:

  • symptomatischen (Beschwerden verursachenden) Schilddrüsenzysten
  • kosmetisch störende oder rasch wachsende Zysten
  • bereits mehrfach punktierten, rezidivierenden Zysten
  • Wunsch nach Erhalt der Schilddrüse


Vorteile:

  • keine Operation erforderlich
  • ambulant durchführbar und schmerzarm
  • dauerhafte Wirkung durch Ausschaltung der Zystenwand
  • keine oder nur minimale Beeinträchtigung der Schilddrüsenfunktion

 

Immer wieder punktiert, aber nie verschwunden?

Viele Patientinnen und Patienten erleben, dass ihre Schilddrüsenzysten trotz mehrfacher Punktion sich immer wieder neu bilden. Der Grund: Die Zystenwand bleibt aktiv und bildet weiter Flüssigkeit, die das Innere erneut füllt. Mit der Alkoholverödung wird gezielt diese Innenschicht ausgeschaltet, die für diese Sekretbildung verantwortlich ist – die Zyste trocknet dauerhaft aus.

Fazit zur mikroinvasiven Therapie bei Schilddrüsenzysten

Schilddrüsenzysten sind in den meisten Fällen harmlos, aber können erhebliche Beschwerden verursachen. Die Alkoholablation bietet eine präzise, gut verträgliche und effektive Alternative zur Operation. Einfach, sicher und mit dem klaren Ziel, die Beschwerden zu lindern und die Schilddrüse zu erhalten.

Gerne klären wir mit Ihnen zusammen, ob diese mikroinvasive Methode in Ihrem Fall sinnvoll ist!

Wir beraten Sie gerne persönlich!

Weitere behandelbare Erkrankungen

Susanne Constantinescu
Spezialistin für Mikroinvasive Therapie

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