Mikroinvasive Therapien bei Osteoidosteom

Das Osteoidosteom ist zwar gutartig, aber für viele Betroffene durch die damit einhergehenden Schmerzen eine erhebliche Belastung. Die ständigen Schmerzen, besonders nachts, beeinträchtigen den Schlaf und damit die Lebensqualität. Hier bietet sich die Thermoablation als bewährtes Verfahren an – präzise, sicher und mit dauerhaftem Erfolg.

Das Wichtigste auf einen Blick!

  • Das Osteoidosteom ist ein gutartiger (benigner), aber schmerzhafter Knochentumor, der meist nur wenige Millimeter gross wird.
  • Besonders häufig davon betroffen sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen zehn und 30 Jahren.
  • Männer erkranken etwa doppelt so häufig wie Frauen.
  • Die Osteoidosteome entstehen meist in den langen Röhrenknochen, besonders im Oberschenkel (Femur) und Schienbein (Tibia).
  • Typisches Symptom ist ein tiefsitzender, nächtlich zunehmender Knochenschmerz, der sich oft mit Schmerzmitteln wie ASS oder Ibuprofen bessern lässt.
  • Die Diagnose erfolgt meist durch Röntgen, CT und/oder MRT; im Röntgenbild erscheint der Tumor als kleiner Herd mit zentraler Aufhellung.
  • Unbehandelt kann der Schmerz über Monate und Jahre bestehen bleiben. Manchmal entwickeln sich durch die damit verbundene Schonhaltung Fehlstellungen, Muskelschwund oder Bewegungseinschränkungen.
  • Früher wurden Osteoidosteome operativ entfernt; heute ist das nur noch selten nötig.
  • Die minimalinvasive Thermoablation gilt inzwischen als die bevorzugte Therapie: zielgerichtet, schnell und mit hoher Erfolgsrate.
  • Bereits kurz nach der Behandlung lässt der Schmerz meist vollständig nach – bei minimalem Risiko und ohne lange Erholungszeiten.

Wie funktioniert die Thermoablation bei Osteoidosteom?

Unter bildgebender Kontrolle im CT wird eine dünne Sonde direkt in das Zentrum des Tumors (Nidus) eingebracht. Über diese Sonde wird Hitze erzeugt – in der Regel durch Radiofrequenz (RFA) oder Mikrowellen (MWA). Innerhalb kurzer Zeit wird das krankhafte Gewebe zerstört, während der umliegende gesunde Knochen geschont bleibt.

Die Behandlung erfolgt in Kurznarkose oder Dämmerschlaf und dauert meist weniger als eine Stunde. Nach 1 Nacht Aufenthalt im Spital kann der Patient nach Hause entlassen werden.

Geeignet bei:

  • gesicherter Diagnose eines Osteoidosteoms
  • typischer Schmerzsymptomatik mit Ansprechen auf NSAID
  • Tumoren an schwer zugänglichen oder risikobehafteten Stellen
  • Patientinnen und Patienten mit Wunsch nach schneller und schonender Lösung

Vorteile:

  • sofortige und dauerhafte Schmerzfreiheit in über 90 Prozent der Fälle
  • keine offene Operation nötig
  • kaum Belastung für den Körper, ambulant oder mit kurzem stationären Aufenthalt
  • rasche Rückkehr in Alltag, Schule oder Beruf
  • kein bleibender Schaden am Knochen

Warum beim Osteoidosteom Schmerzmittel auf Dauer keine Lösung sind

Viele Betroffene greifen monatelang zu nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Aspirin, Ibuprofen oder Diclofenac – oft mit gutem Erfolg, da der Tumor auf diese Mittel typischerweise anspricht. Aber dauerhaft eingenommen belasten NSAR Magen, Niere und Herz-Kreislauf. Die Thermoablation bietet eine Lösung gegen die Ursache anstelle gegen die Symptome – ohne solche Nebenwirkungen und ohne das Problem nur zu kaschieren.

Fazit zur mikroinvasiven Therapie bei Osteoidosteom

Ein Osteoidosteom ist zwar klein, hat aber eine grosse Wirkung – vor allem auf den Alltag der Betroffenen. Die Thermoablation bietet eine hochwirksame, minimalinvasive Möglichkeit, das Problem an der Wurzel zu packen: Ohne OP, ohne lange Ausfallzeiten und mit dauerhaftem Erfolg.

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Susanne Constantinescu
Susanne ConstantinescuSpezialistin für Mikroinvasive Therapie

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