Mikroinvasive Therapien bei Endometriose

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Bei schwer behandelbaren Endometrioseherden, insbesondere in der Nähe der Becken-oder Bauchwand, an Operationsnarben oder operativ schwer zugänglichen Stellen, kann eine gezielte mikroinvasive Behandlung helfen: ohne Bauchschnitt, ohne Dauerbehandlung mit Hormonen, aber dafür mit Wirkung.

Das Wichtigste auf einen Blick!

  • Bei Endometriose wächst Gewebe, das der Schleimhaut der Gebärmutter entspringt, ausserhalb der Gebärmutter, häufig im Bauchraum, an den Eierstöcken oder in Darm und Blase.
  • Dieses abgesiedelte Gewebe reagiert auf die hormonellen Schwankungen des monatlichen Zyklus‘; dementsprechend kann es anschwellen, bluten und Entzündungen auslösen.
  • Häufige Symptome sind starke Regelschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, chronische Unterbauchbeschwerden oder Probleme bei der Fertilität.
  • Viele Betroffene haben lange Leidenswege hinter sich; im Schnitt vergehen mehrere Jahre bis zu einer korrekten Diagnose.
  • Die Erkrankung kann milde verlaufen oder erhebliche Einschränkungen mit sich bringen.
  • Endometriose ist nicht bösartig, aber das ortsfremde Gewebe kann tief in andere Organe einwachsen und Probleme verursachen.
  • Die Ursachen sind nicht abschliessend geklärt; wahrscheinlich spielen hormonelle, genetische und immunologische Faktoren zusammen.
  • Zur Sicherung der Diagnose ist oft eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) nötig, denn bildgebende Verfahren machen nur grössere Herde sichtbar.
  • Hormonbehandlung und/oder Schmerzmittel helfen vielen Frauen, aber nicht allen.
  • Ziel der Behandlung einer Endometriose ist es, die Beschwerden zu lindern, Rückfälle zu vermeiden und die Fruchtbarkeit zu erhalten.

Kryoablation: Gezielte Verödung aktiver Endometrioseherde

Bei dieser modernen Methode werden auffällige, unter dem Einfluss von Hormonen aktive Herde unter Bildkontrolle gezielt punktiert und vereist. Die Kältebehandlung reicht gerade aus, um das überaktive Gewebe zu zerstören, ohne umliegende Strukturen zu verletzen. Das Verfahren erfolgt über dünne Sonden mit einer tiefe Sedierung oder Vollnarkose .

Die Kryoablation eignet sich besonders für Herde, die nicht operativ entfernt werden können, etwa nach vorangegangenen Operationen oder wiederkehrenden Beschwerden trotz Hormontherapie.

Geeignet bei:

  • therapieresistenter Endometriose mit lokalisierten Herden
  • wiederkehrenden Beschwerden nach Operation trotz Hormontherapie
  • Herden in der Bauchdecke, die sich in der Bildgebung gut darstellen lassen
  • Patientinnen mit dem Wunsch nach schonender, gezielter Behandlung.


Vorteile:

  • minimalinvasiv durchführbar auch bei Operationsnarben
  • keine systemische Behandlung mit Hormonen erforderlich
  • kurz stationär möglich
  • gezielte Behandlung auch bei Herden, die nicht operiert werden können

Wenn die Endometriose wieder zurückkommt

Endometriose tritt nach einer Operation häufig erneut auf – und wieder ist das Rezidiv mit erheblichen Schmerzen verbunden. In einigen Fällen wachsen die Herde in der Bauchwand und/oder in der Narbe, wo man sie nur schwer operieren kann. Mit Vereisung (Kryotherapie) lassen sich die Herde komplett entfernen oder zumindest im Wachstum stoppen. Diese Behandlung kann man gegebenenfalls mehrmals wiederholen – ohne zusätzliche Beeinträchtigung der Patientinnen.

Fazit zur mikroinvasiven Therapie bei Endometriose

Endometriose ist eine vielschichtige Erkrankung und verdient ebenso differenzierte Behandlungsmöglichkeiten. Wo andere Therapien versagen bietet die gezielte Kryoablation eine moderne Option für Frauen mit rezidivierenden Beschwerden trotz Operation. Wir suchen mit Ihnen gemeinsam nach einer wirksamen, aber möglichst schonenden Lösung: diskret, präzise und individuell auf ihre Situation abgestimmt.

Sprechen Sie uns an – wir nehmen Ihre Beschwerden ernst und beraten Sie in Ruhe zu allen Optionen!

Susanne Constantinescu
Susanne ConstantinescuSpezialistin für Mikroinvasive Therapie

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