Adenomyose

Mikroinvasive Therapien bei Adenomyose

Viele Patientinnen mit Adenomyose haben einen langjährigen Leidensweg hinter sich: Medikamente helfen nicht dauerhaft, und die Aussicht auf eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) ist für viele ein schwerwiegender Schritt. Hier kann die mikroinvasive Therapie helfen – mit dem Ziel, Beschwerden wirksam zu lindern und den Uterus zu erhalten.

Das Wichtigste auf einen Blick!

  • Die Adenomyose ist eine Sonderform der Endometriose, bei der Zellen aus der Schleimhaut der Gebärmutter in die Muskelschicht einwachsen.
  • Am häufigsten davon betroffen sind Frauen zwischen 35 und 50 Jahren, oft nach wiederholten Schwangerschaften.
  • Häufige Symptome sind starke Regelschmerzen, verlängerte oder extrem starke Monatsblutungen und ein diffuser Druck im Beckenbereich.
  • Viele Patientinnen leben jahrelang mit diesen Beschwerden, ohne dass die Ursache erkannt oder ernst genommen wird.
  • Im Unterschied zur klassischen Endometriose bleibt das Gewebe in der Gebärmutter; es wächst nur in der falschen Gewebeschicht.
  • Die Diagnose Adenomyose erfolgt meist per Ultraschall (Sonographie) oder MRT, vielfach zufällig im Rahmen anderer Untersuchungen.
  • Hormonelle Therapie mit Gestagenen und GnRH-Analoga können die Beschwerden lindern, helfen aber nicht immer und haben Nebenwirkungen.
  • Häufig wird zur Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) geraten, doch das ist nicht für alle Patientinnen akzeptabel.
  • Mit der transarteriellen Mikroembolisation (TAME) steht eine organerhaltende, schonende alternative Behandlungsmethode zur Verfügung.
  • Die Lebensqualität kann durch diese Behandlung deutlich verbessert werden – ganz ohne offene Operation.

Was passiert bei der transarteriellen Mikroembolisation (TAME)?

Bei der transarteriellen Mikroembolisation werden gezielt die kleinen Gefässe verschlossen, die das fehlgeleitete Schleimhautgewebe in der Muskelschicht des Uterus versorgen. Dazu wird ein dünner Katheter über die Leistenarterie eingebracht und millimetergenau in die Gebärmutterarterien gesteuert. Über diesen Katheter lassen sich winzige Partikel einschwemmen, die die Blutzufuhr unterbrechen. Dadurch wird das pathologische Gewebe inaktiv oder bildet sich zurück.

Diese Methode ist bewährt, sicher und erfolgt unter örtlicher Betäubung mit Sedierung. Ein stationärer Aufenthalt ist meist nur kurz erforderlich.

Geeignet bei:

  • ausgeprägter Adenomyose mit starken Beschwerden
  • Versagen oder Unverträglichkeit hormoneller Therapien
  • Wunsch nach uteruserhaltender Behandlung
  • wiederholten starken Blutungen und daraus abzuleitendem Eisenmangel
  • Patientinnen, die keine Operation wünschen oder eine solche vermeiden müssen


Vorteile:

  • schonende, uteruserhaltende Alternative zur Hysterektomie
  • keine Vollnarkose, kein Bauchschnitt, keine Bauchnarbe
  • deutliche Reduktion der Schmerzen und Blutungen bei über 80 Prozent der Patientinnen
  • kurze Erholungszeit und rasche Rückkehr in Alltag und Beruf
  • auch bei kombiniertem Auftreten zusammen mit Uterusmyomen möglich

Adenomyose – ein oft übersehener Befund

Viele Frauen mit Adenomyose erhalten jahrelang keine klare Diagnose. Die Symptome werden häufig als normale Regelschmerzen abgetan oder mit Endometriose verwechselt. Dabei ist die Adenomyose eine eigenständige, spezielle Erkrankung und als solche gut behandelbar. Die TAME bietet eine sanfte Möglichkeit, die Beschwerden zu lindern, ohne gleich zu operieren.

Fazit zur mikroinvasiven Therapie bei Adenomyose

Die Adenomyose ist kein Schicksal, das frau einfach hinnehmen muss. Mit der transarteriellen Mikroembolisation (TAME) steht eine sanfte und wirksame Option zur Verfügung, die den Uterus erhält und die Lebens qualität nachhaltig verbessert.

Gerne beraten wir Sie persönlich – gemeinsam finden wir heraus, ob diese Form der Behandlung für Sie geeignet ist!

Wir beraten Sie gerne persönlich!

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Susanne Constantinescu
Spezialistin für Mikroinvasive Therapie

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