Postmastektomie-Schmerzen

Mikroinvasive Therapie bei postmastektomischem Schmerzsyndrom

Chronische Schmerzen nach einer Brustamputation sind für viele Frauen ein anhaltender Schatten nach überstandener Krebserkrankung. Gerade wenn der Tumor besiegt scheint, ist es besonders bitter, im Alltag weiter unter Beschwerden zu leiden, die die Beweglichkeit, die Lebensfreude und oft auch das Selbstbild einschränken.

Viele dieser Schmerzen entstehen durch eine Überversorgung des Narbengebietes mit feinsten Blutgefässen und begleitenden Nervenfasern. Genau hier setzt die transarterielle Mikroembolisation (TAME) an: Sie blockiert gezielt genau diese Blutkapillaren, die das überaktive Areal versorgen – ohne Operation, ohne Hautschnitt und ohne langwierige Reha.

Die TAME erfolgt unter lokaler Betäubung. Dazu wird über einen dünnen Katheter ein spezielles Mikroembolisat eingebracht, das die Zielgefässe verschliesst – hochpräzise und ohne die umliegenden Strukturen zu verletzen. Die Reizweiterleitung wird unterbrochen, da die pathologischen Nervenfasern nicht mehr mit Blut versorgt werden. Zudem wird die lokale Entzündungsreaktion reduziert und dadurch der Schmerz gelindert. In viele Fällen tritt die Besserung bereits nach wenigen Tagen ein.

Das Wichtigste auf einen Blick!

  • Postmastektomie-Schmerzen sind eine häufige Begleiterscheinung der operativen Brustentfernung und treten oft erst Monate später auf.
  • Die Beschwerden reichen von ziehenden, brennenden und/oder stechenden Schmerzen bis hin zu Taubheit und Überempfindlichkeit.
  • Ursache sind zumeist Nervenverletzungen, Narbengewebe oder durchtrennte Hautnerven im Gebiet der Operation.
  • Viele Patientinnen entwickeln ein neuropathisches Schmerzsyndrom, das sich konventionell nur schwer behandeln lässt.
  • Auch Verwachsungen, Lymphödeme oder Phantomschmerzen können dabei eine Rolle spielen.
  • Medikamente wie Schmerzmittel helfen nur begrenzt; oft ist die Lebensqualität langfristig eingeschränkt.
  • Reizverstärkende Trigger wie Kälte, Berührung und Kleidung verursachen häufig. zusätzliche Beschwerden.
  • Besonders belastend ist der Schmerz bei sportlicher Betätigung oder bei alltäglichen Verrichtungen wie dem Ankleiden.
  • Neben Physiotherapie und Medikamenten zur Schmerzbekämpfung gewinnen interventionelle Verfahren zusehends an Bedeutung.
  • Eine gezielte, mikroinvasive Mikroembolisation kann die Schmerzintensität deutlich senken – ohne Narkose und ohne OP.

Schmerzen nach Mastektomie: Indikationen und Vorteile

Geeignet bei:

  • chronischen Schmerzen nach Mastektomie oder Brust-OP
  • neuropathischem Schmerzsyndrom mit Brennen, Stechen oder Ziehen
  • Beschwerden durch Narbengewebe oder sensiblen Reizfeldern
  • Versagen medikamentöser oder physiotherapeutischer Maßnahmen
  • Patientinnen, die keine weiteren operativen Eingriffe wünschen

Vorteile:

  • punktgenaue Schmerzbehandlung ohne Hautschnitt
  • keine Vollnarkose und keine Reha notwendig
  • ambulant oder tagesstationär möglich
  • gute Verträglichkeit, auch bei älteren Patientinnen
  • langfristige Linderung chronischer Beschwerden

Schmerztherapie nach Brustkrebs: Was viele nicht wissen

Schmerzen nach Brustamputation sind kein Ausdruck psychischer Schwäche, sondern eine reale, häufige und oft unterschätzte Folge des operativen Eingriffs. Studien zeigen, dass bis zu 50 Prozent der Patientinnen noch Monate später unter neuropathischen Beschwerden leiden. Die TAME eröffnet hier eine neue Perspektive – besonders, wenn klassische Schmerztherapien nicht ausreichen oder sich als nicht wirksam erwiesen haben.

Fazit zur mikroinvasiven Therapie bei Schmerzen nach Mastektomie

Nach der Brustamputation kehrt oft die körperliche Gesundheit zurück, aber die Frauen kämpfen weiterhin mit chronischen Schmerzen, die sie aus dem Gleichgewicht bringen. Die TAME bietet hier eine moderne, schonende Möglichkeit, diesen Beschwerden wirksam zu begegnen – individuell, nervenschonend und nachhaltig.

Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, ob die mikroinvasive Embolisation auch Ihnen helfen kann. Wir beraten Sie diskret und auf Augenhöhe!

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Weitere behandelbare Erkrankungen

Susanne Constantinescu
Spezialistin für Mikroinvasive Therapie

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