Mikroinvasive Therapien bei Osteoporose
In bestimmten Fällen – etwa bei schmerzhaften Brüchen der Wirbelkörper (meist Sinterungsbrüche) – kann eine gezielte mikroinvasive Behandlung helfen, den Alltag des Patienten deutlich schmerzfreier zu gestalten.
Das Wichtigste auf einen Blick!
- Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochendichte abnimmt und die Knochen porös und dadurch brüchig werden.
- Betroffen sind vor allem Frauen nach den Wechseljahren; aber auch Männer können an Osteoporose erkranken.
- Durch die abnehmende Substanz verlieren die Knochen an Stabilität – eigentlich harmlose Stürze können Knochenbrüche verursachen.
- Am häufigsten von Frakturen betroffen sind Wirbelkörper, Hüfte, Oberarmknochen und Handgelenk.
- Erste Anzeichen sind häufig Rückenschmerzen und gebeugte Haltung.
- Bei vielen Patienten bleibt Osteoporose unbemerkt, bis es zu einem Sturzereignis und Knochenbruch kommt.
- Viel Bewegung, eine Calcium-reiche Ernährung und Vitamin D können bei der Vorbeugung helfen.
- Medikamente wie Bisphosphonate und Calcitonin helfen den Knochenabbau zu verlangsamen oder zu stoppen.
- Bei Verdacht auf Osteoporose hilft eine Knochendichtemessung bei der frühzeitigen Diagnose.
- Ziel der Behandlung ist es, Knochenbrüche zu vermeiden und die Mobilität des Patienten zu erhalten.
Gezielte Stabilisierung – Hilfe bei Wirbelbrüchen
Mit minimalinvasiver Technik kann mittels Bildsteuerung spezieller medizinischer „Zement“ in den gebrochenen Wirbel eingebracht werden. Dieser härtet schnell aus und stabilisiert die Struktur umgehend – ein Verfahren, das man in Fachkreisen als Vertebroplastik bezeichnet.
Geeignet bei:
- schmerzhaften Wirbelkörperbrüchen infolge Osteoporose
- anhaltenden Rückenschmerzen nach einem Bagatell-Trauma
- Patientinnen und Patienten mit hohem OP-Risiko und/oder Einschränkungen
Vorteile:
- ambulante oder kurze stationäre Durchführung
- schnelle Schmerzlinderung
- Stabilisierung des betroffenen Wirbels
- keine Vollnarkose
- keine offene Operation nötig
Wirbelbruch – keine Frage des Alters
Viele Wirbelkörperbrüche entstehen ohne Sturz – oft reicht ein harmloser Hustenanfall oder das Aufheben eines Gegenstandes. Die Ursache liegt in einer unbemerkten Osteoporose. Mit der minimalinvasiven Vertebroplastik kann der Wirbelkörper gezielt stabilisiert und der Schmerz deutlich gelindert werden – ohne offene Operation.
Fazit zur mikroinvasiven Therapie bei Osteoporose
Osteoporose kann im Alltag zu erheblichen Einschränkungen führen – muss sie aber nicht. In ausgewählten Fällen ermöglichen mikroinvasive Verfahren eine wirksame und schonende Behandlung bei schmerzhaften Wirbelfrakturen.
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