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Mikroinvasive Therapien bei Narbenschmerzen

Wenn herkömmliche Massnahmen versagen, bietet die mikroinvasive Embolisation eine gezielte Möglichkeit, schmerzhafte Narben von innen heraus zu beruhigen- ohne die Narbe operativ erneut zu öffnen und damit noch weiter zu reizen.

Das Wichtigste auf einen Blick!

  • Schmerzen in und um Narben sind keine Einbildung; sie entstehen durch echte Reizungen in Haut, Bindegewebe und/oder Nerven.
  • Solche Beschwerden können Wochen, Monate oder Jahre nach einer Operation oder traumatischen Verletzung auftreten.
  • Häufig betroffen sind Mastektomienarben, Kaiserschnittnarben, OP-Narben an Bauch oder Rücken.
  • Das Spektrum der Schmerzen reicht von dumpfem Ziehen zu brennendem oder stechendem Dauerschmerz.
  • Ursache von Narbenschmerzen können feine Nervenwucherungen (sogenannte Neurome) oder überaktive Blutgefässe im vernarbten Gewebe sein.
  • Klassische Schmerzmittel (NSAR), Salben oder Cremes bringen oft nur kurzzeitige Linderung.
  • Manche Patienten erleben starke Bewegungseinschränkungen oder sogar vegetative Beschwerden.
  • Grösse und Schmerzhaftigkeit einer Narbe haben nichts miteinander zu tun: Nicht jede auffällige Narbe verursacht Schmerzen, und nicht jede schmerzende Narbe sieht auffällig aus.
  • Daher fühlen sich viele Betroffene unverstanden oder mit ihrem Problem allein gelassen.
  • Ziel jeder Behandlung ist es, die Reizung zu durchbrechen und eine dauerhafte Entlastung zu schaffen – im Idealfall ohne weiteren Eingriff.

Transarterielle Mikroembolisation (TAME): Hilfe bei überaktiven Narben

Bei vielen schmerzhaften Narben lässt sich eine erhöhte Gefässaktivität nachweisen: In ihrer Umgebung bilden sich kleine Blutgefässe, die die Narbe empfindlich und durch parallel dazu einsprossende Nerven empfindlich und schmerzhaft halten. Über einen kleinen Katheter werden dazu gezielt und unter bildgeberischer Kontrolle feinste Partikel in diese Gefässe eingeschwemmt, um die übermässige Durchblutung zu reduzieren.

Dadurch wird das umliegende Gewebe entlastet, der Schmerz lässt nach – oft spürbar schon nach wenigen Tagen.

Der Eingriff erfolgt

  • unter örtlicher Betäubung
  • in der Regel kurz stationär
  • ohne zusätzliche Belastung der Narbe selbst


Geeignet bei:

  • chronischen Narbenschmerzen nach Operationen oder Verletzungen
  • schmerzhaften, sensiblen oder „ziehenden“ Narben
  • Neuromen oder Verdacht auf überaktive Gefässneubildungen (Neovaskularisationen)
  • ausbleibende Besserung nach Behandlung mit Salben, Massage oder Schmerzmitteln

Vorteile:

  • keine neuerliche Belastung der Narbe
  • gezielte Behandlung ohne Vollnarkose
  • kurze Erholungszeit
  • Option auch bei komplexen und/oder älteren Narbengeweben

Wenn die Narbe „lebt“: Überaktive Blutgefässe als Ursache

Schmerzende Narben werden oft nicht ernst genommen. Dabei liegt der Grund häufig in einer Überversorgung mit Blutgefässen und feinsten Nervenfasern, die sich durch die Verletzung gebildet haben. Die mikroinvasive Embolisation kann diese überaktiven Strukturen gezielt beruhigen – ohne die Narbe erneut zu belasten oder zu öffnen.

Fazit zur mikroinvasiven Therapie bei Narbenschmerzen

Chronische Narbenschmerzen sind häufig, bleiben aber oft unbeachtet. Die mikroinvasive Embolisation ist eine moderne, gezielte Methode, um diesen Beschwerden nachhaltig entgegenzuwirken.

Wir beraten Sie gerne diskret und ausführlich –  und beurteilen, ob mit dieser Methode die alte Narbe nicht mehr zur dauerhaften Belastung wird!

Wir beraten Sie gerne persönlich!

Weitere behandelbare Erkrankungen

Susanne Constantinescu
Spezialistin für Mikroinvasive Therapie

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