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Mikroinvasive Therapien bei chronischer Prostatitis

Gerade bei langwierigen oder therapieresistenten Verläufen lohnt sich ein genauer Blick auf die lokale Durchblutung der Vorsteherdrüse: In vielen Fällen finden sich überaktive, schmerzvermittelnde Gefässe, die den Reizzustand aufrechterhalten. Hier setzt die transarterielle Mikroembolisation (TAME) an.

Das Wichtigste auf einen Blick!

  • Die Prostatitis ist eine Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostata) des Mannes; sie tritt akut oder chronisch auf.
  • Viele Betroffene erleben brennende Schmerzen beim Wasserlösen, häufigen Harndrang, Druckgefühl im Dammbereich oder sogar Schmerzen beim Sitzen.
  • In manchen Fällen strahlen die Beschwerden in Rücken, Hoden oder Leistengegend aus.
  • Während eine akute Prostatitis meist durch Bakterien verursacht wird, bleibt die Ursache bei einer chronischen Entzündung der Vorsteherdrüse oft unklar.
  • Besonders die chronische Verlaufsform kann das Wohlbefinden erheblich einschränken – sie ist häufig therapieresistent und psychisch belastend.
  • Die Diagnose basiert auf einer Kombination aus körperlicher Untersuchung (Anamnese), Tastbefund, Urinuntersuchung und gegebenenfalls Ultraschall oder MRT.
  • Antibiotika helfen nur bei bakteriellen Formen; oft treten die Beschwerden erneut auf.
  • Bei der chronischen abakteriellen Prostatitis (CPPS) sprechen viele Patienten kaum auf Medikamente oder Physiotherapie an.
  • Klassische Entlastungmassnahmen wie Wärmeanwendungen, Beckenbodentraining oder Alpha-1-Rezeptorblocker (Alphablocker) helfen nur eingeschränkt.
  • Ziel jeder Therapie ist die nachhaltige Linderung der Beschwerden ohne weitere Nebenwirkungen oder Beeinträchtigungen.

Transarterielle Mikroembolisation (TAME): Gezielte Ausschaltung überaktiver Gefässversorgung

Bei diesem Verfahren führt die Ärztin oder der Arzt einen feinen Katheter über die Leistenarterie bis zu den Blutgefässen der Prostata. Winzige eingeschwemmte Partikel verschliessen gezielt jene Kapillaren, die den chronischen Schmerz aufrechterhalten. Dadurch wird die lokale Entzündung reduziert und der Schmerz lässt nach, die Belastung sinkt.

Die Behandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung und mit kurzem Klinikaufenthalt. Die Prostata bleibt dabei vollständig erhalten und funktionsfähig. Eine Verletzung der Harnröhre oder Störung der Sexualfunktion ist durch dieses Verfahren nicht zu erwarten.

Geeignet bei:

  • chronischer abakterieller Prostatitis (CPPS)
  • therapieresistenten Beschwerden trotz Antibiotika, Schmerzmitteln oder Alphablockern
  • deutlichem Leidensdruck durch Schmerzen, Harndrang oder Sexualstörungen
  • Patienten mit Wunsch nach organerhaltender, minimalinvasiver Behandlung


Vorteile:

  • keine Operation oder Eingriff über die Harnröhre
  • gezielte Wirkung bei minimaler Belastung
  • Erhalt der Prostatafunktion
  • ambulante oder kurz stationäre Durchführung

Chronische Prostatitis – oft verkannt, aber behandelbar

Viele Männer leben jahrelang mit den Symptomen einer chronischen Prostataentzündung – ohne konkrete Diagnose, ohne wirksame Therapie. Oft gelten sie als austherapiert oder „psychosomatisch belastet“. Die transarterielle Mikroembolisation (TAME) kann genau diesen Betroffenen helfen – durch eine lokal gezielte, ursachenorientierte Behandlung.

Fazit zur mikroinvasiven Therapie bei Prostataentzündung

Die chronische Prostatitis gehört zu den am meisten unterschätzten Krankheitsbildern im urologischen Bereich – mit teils erheblichem Einfluss auf Lebensqualität, Sexualität und Psyche. Die transarterielle Mikroembolisation (TAME) bietet hier eine moderne, präzise und schonende Möglichkeit, den Teufelskreis aus Reizung und Schmerzen zu durchbrechen.

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Wir beraten Sie gerne persönlich!

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Susanne Constantinescu
Spezialistin für Mikroinvasive Therapie

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