Mikroinvasive Therapien bei Osteochrondrose
Bei hartnäckigen Fällen kann die gezielte Infiltrationstherapie an den betroffenen Abschnitten der Wirbelsäule dabei helfen, den Schmerz zu beseitigen und den Reizzustand zu beruhigen – ohne operative Eingriffe, wie sie früher häufig nötig wurden.
Das Wichtigste auf einen Blick!
- Die Osteochondrose ist eine degenerative Wirbelsäulenerkrankung, bei der es zu einem Verschleiss der federnden Bandscheiben und angrenzenden Wirbelkörper kommt.
- Sie entsteht meist durch Überbelastung, Fehlhaltung, Bewegungsmangel oder altersbedingte Abnutzung.
- Am häufigsten von Osteochrondrose betroffen ist die Lendenwirbelsäule, gefolgt von der Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule.
- Die Bandscheibe verliert mit der Zeit an Höhe; der Abstand zwischen den Wirbeln nimmt ab, und es kommt zu Reizungen und Schmerzen.
- Schmerzhaft wird die Osteochrondrose vor allem bei Belastung, längerem Sitzen und bei der verbreiteten morgendlichen Steifigkeit der Wirbelsäule.
- Mit der Zeit können sich knöcherne Ausziehungen (Spondylophyten) oder Entzündungen an den beiden Deckplatten des betroffenen Wirbels bilden.
- In frühen Stadien helfen gezielte Bewegung, Rückentraining und Physiotherapie.
- Schmerzmittel und Muskelrelaxanzien bringen nur vorübergehend Besserung.
- In fortgeschrittenen Fällen führt die Osteochrondrose zu Nervenausstrahlungen in Gesäss oder Beine.
- Ziel der Behandlung ist es, den Schmerz zu lindern, die Entzündung zu beruhigen und die Beweglichkeit wiederherzustellen.
Infiltration: Punktgenaue Entlastung der gereizten Struktur
Unter bildgebender Kontrolle wird ein schmerz- und entzündungshemmender Wirkstoff (meist eine Kombination aus Lokalanästhetikum und Corticoid) direkt an den betroffenen Wirbelsäulenabschnitt injiziert. Häufig wird dabei die Umgebung der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) oder die Deckplatten der Ober- und Unterseite des Wirbelkörpers behandelt.
Der Eingriff erfolgt ambulant, dauert nur wenige Minuten und lässt sich bei Bedarf problemlos wiederholen.
Geeignet bei:
- chronischen Rückenschmerzen durch Bandscheibenverschleiss
- Osteochondrose mit lokaler Entzündungsreaktion
- therapieresistenten Beschwerden trotz üblicher konservativer Behandlung
- Patientinnen und Patienten mit Bewegungseinschränkungen und nächtlichen Schmerzen
Vorteile:
- gezielte, bildgesteuerte Therapie
- ambulant durchführbar
- rasche Schmerzlinderung
- kein operativer Eingriff nötig
Unspezifischer Rückenschmerz? Oft steckt eine Osteochondrose dahinter!
Viele Patienten mit chronischem „Rücken“ erhalten die Diagnose bekommen die Diagnose „unspezifischer Rückenschmerz“. In vielen Fällen ist eine Osteochrondrose die tatsächliche Ursache – also ein Verschleiss der Bandscheiben, der sich gezielt und minimalinvasiv behandeln lässt. Die Infiltrationstherapie bietet hier eine punktgenaue und wirksame Möglichkeit zur Entlastung der Wirbelsäule – und das ohne Operation.
Fazit zur mikroinvasiven Therapie bei Osteochrondrose
Rückenschmerzen sind keine Bagatelle, aber auch kein Schicksal, mit dem man sich abfinden muss. Mit mikroinvasiven Massnahmen wie der Infiltrationstherapie lassen sich Schmerzen gezielt bessern, die Beweglichkeit zurückgewinnen und Operationen vermeiden. Wir behandeln genau dort (und nur dort!), wo es wehtut: präzise, wirksam und schonend!
Sprechen Sie uns an – wir nehmen uns Zeit für eine klare Diagnose und eine individuelle Therapieempfehlung!


