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Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC)

Die Thermoablation eignet sich besonders für früh entdeckte, lokalisierte Tumoren des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC), wenn eine Operation nicht möglich oder nicht gewünscht ist. Auch bei bestimmten Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion kann sie eine kurative Option darstellen. Sie lässt sich auch mit der stereotaktischen Radiotherapie (SRT) kombinieren, beispielsweise bei grossen Läsionen oder bei einem Rezidiv.

Das Wichtigste auf einen Blick!

  • Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs (non-small cell lung cancer, NSCLC) ist mit rund 80-85 Prozent aller Fälle die häufigste Form von Lungenkrebs.
  • Der Tumor wächst meist lokal im Lungengewebe, bevor er in Lymphknoten und andere Organe streut.
  • Frühe Symptome sind oft unspezifisch, beispielsweise Husten, Heiserkeit, Atemnot, Gewichtsverlust und/oder Schmerzen im Brustkorb.
  • Bei frühzeitiger Diagnose und Therapie bestehen gute Heilungschancen – vorausgesetzt, der Tumor wird vollständig entfernt und alle verbliebenen Zellen werden zerstört.
  • Die Diagnose erfolgt durch CT, PET-CT, Bronchoskopie und gegebenenfalls Biopsie.
  • Die Standardtherapie umfasst Operation, Bestrahlung und/oder systemische Therapie (Chemotherapie, Immuntherapie oder Targeted Therapy).
  • Nicht alle Patientinnen und Patienten kommen für eine Operation infrage, etwa infolge Lungenfunktionsstörungen, hohem Alter oder Begleiterkrankungen.
  • Auch der Tumor selbst kann durch ungünstige anatomische Lage oder Komorbiditäten für eine Operation schwer zugänglich sein.
  • In diesen Fällen bietet die Thermoablation eine minimalinvasive, lokal wirksame Alternative.
  • Ziel ist es, den Tumor gezielt zu zerstören, um den Körper tumorfrei zu machen oder ein Downstaging vor weiteren Therapieschritten zu ermöglichen.

Thermoablation: Gezielte Zerstörung des Tumors ohne Operation

Das Verfahren erfolgt unter CT-Kontrolle. Dazu wird eine feine Sonde durch die Haut direkt in den Tumor eingeführt. Dort erzeugt sie gezielt Hitze – zum Beispiel durch Radiofrequenz oder Mikrowellen – die das Krebsgewebe zerstört, ohne die umliegenden Strukturen zu schädigen. Die Behandlung erfolgt unter Kurznarkose und mit meist nur zwei Tagen Krankenhausaufenthalt.

Besonders geeignet ist diese Methode bei solitären (einzelnen) Tumoren mit maximal drei Zentimetern Durchmesser; bei grösseren Herden kann sie als Downstaging-Verfahren (heisst der Tumor wird verkleinert) vor weiteren Behandlungen genutzt werden.

Geeignet bei:

  • früh entdecktem NSCLC in Stadium I oder lokal begrenzten Tumoren
  • Patientinnen und Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion
  • Ablehnung oder Kontraindikation einer Operation
  • geplanter Downstaging-Strategie zur Vorbereitung weiterer Therapieschritte wie die Stereotaktische Radiotherapie oder bei Rezidiv einer schon bestrahlte Region


Vorteile:

  • keine Operation am Brustkorb
  • organerhaltend und präzise
  • schonend auch bei eingeschränkter Lungenfunktion
  • kurz stationär durchführbar

Lungenkrebs: Kein Messer, aber volle Wirkung!

Viele Betroffene glauben, dass nur ein chirurgischer Eingriff Aussicht auf Heilung bietet. Doch die moderne Methode der Thermoablation erreicht in frühen Stadien vergleichbare Ergebnisse, ohne den Brustkorb zu eröffnen. Auch bei älteren oder vorerkrankten Patientinnen und Patienten lässt sich so eine kurative Therapie realisieren.

Fazit zur mikroinvasiven Therapie bei nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom

Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs muss nicht zwangsläufig sofort operiert werden: Die Thermoablation bietet bei ausgewählten Patientinnen und Patienten eine schonende, aber wirkungsvolle Alternative – mit dem Ziel der vollständigen Tumorzerstörung oder als Zwischenschritt in einem weiterführenden abgestimmten Therapiekonzept.

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Susanne Constantinescu
Spezialistin für Mikroinvasive Therapie

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